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Was ist Resilienz überhaupt?

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Im vorigen Artikel über die Resilienz-Basics haben wir die 7 Resilienzfaktoren bereits angesprochen. Heute möchten wir näher darauf eingehen, was sie mit Deinem Mindset und Deiner inneren Stärke zu tun haben.

Doch vorab sehr passend zu den Säulen der Resilienz ein Spruch aus dem Talmud:

Deine Gedanken sind machtvoll

Acht auf Deine Gedanken,
denn sie werden Worte.

Achte auf Deine Worte,
denn sie werden Handlungen.

Achte auf Deine Handlungen,
denn sie werden Gewohnheiten.

Achte auf Deine Gewohnheiten,
denn sie werden Dein Charakter.

Achte auf Deinen Charakter,
denn er wird Dein Schicksal.

Denn ob wir uns den Herausforderungen erfolgreich und letztlich gesund stellen, hängt unter anderem sehr viel von unseren Gedanken ab. Glaubenssätze beeinflussen uns und unser Handeln – sind sie negativ, können wir sie in einen positiven Kontext setzen.

Das erfordert etwas Übung, ist allerdings möglich. 😊 Das Schöne ist: wenn wir das erst mal verinnerlicht haben, ist es der erste Schritt in die richtige Richtung bzw. zum gewünschten Ergebnis – und Übung macht bekanntlich den Meister. 🙏

Die 7 Resilienzschlüssel wirken als Schutzfaktoren stärkend und sind ressourcenorientiert. Wie gut wir diese Faktoren in unser Leben integrieren können, hängt also auch von unseren Gedanken ab.

Die Resilienzschlüssel sind miteinander verknüpft und lassen sich kaum isoliert betrachten. Überschneidungen gibt es hie und da, was zur Folge hat, dass wir denken…

das kenne ich doch schon…

Meine Erfahrung aus 10 Jahren Trainings

In jedem meiner Workshops, das kann ich ohne Einschränkung so sagen, sitzen mir Menschen gegenüber, die keine Vorstellung davon haben, welche Kompetenzen und Talente in ihnen schlummern.

Hochkompetente intelligente Frauen und Männer können nur selten spontan detailliert in Worte fassen, was sie tagtäglich bei ihrer Arbeit machen… was davon sie gerne tun oder… sogar lieben – geschweige denn, welche Kompetenzen sich dahinter verstecken oder welche Werte sie privat wie auch in ihrem Berufsleben integriert wissen möchten.

 

Die Selbstverständlichkeiten sind tricky

Der Grund ist unter anderem der, weil es die Selbstverständlichkeiten sind, die unsere besonderen Stärken ausmachen… das, worüber die wenigsten Menschen nachdenken, weil es ihnen so leicht von der Hand geht.

Aber das ist doch nichts Besonderes!

höre ich dann oft.

Doch, genau das ist es. 😉 Und bei näherem Beleuchten sind die Teilnehmer immer wieder überrascht, wie viele Fähigkeiten und Fertigkeiten sich hinter diesen „Selbstverständlichkeiten“ verstecken – und stellen fest:

so selbstverständlich sind die ja gar nicht… 😊

 

Ähnlich ist es mit der Resilienz

Prof. Dr. Ann Masten, eine amerikanische Entwicklungs- und Kinderpsychologin, brachte das Thema Resilienz in einem Spiegel-Artikel wie folgt auf den Punkt:

Die größte Überraschung an der Resilienz ist das Gewöhnliche. Die Fähigkeit, zu denken, zu lachen, zu hoffen, zu handeln, um Hilfe zu bitten, sie anzunehmen und dem Leben einen Sinn geben. Nur leider ist das Gewöhnliche eben oft nicht einfach.

 

Was sind nun die 7 Säulen der Schutzfaktoren?

Kommen wir zum Punkt. Das verbirgt sich hinter den Resilienzfaktoren:

1 | Akzeptanz

Die Beer‘ is g'schält.

Vorbei ist vorbei.

Es ist, wie es ist.
Das, was passiert ist, kann ich nicht rückgängig machen. Ich akzeptiere, was nicht zu ändern ist.

2 | Optimismus

Ich vertraue darauf, dass es besser wird.

Ich sehe auch in schwierigen Situationen das, was mich stärken kann.

Ich ziehe eine Lehre aus dem, was ich erfahren… erlebt habe.

Ich vertraue in mich und ins Leben.

Ich finde immer eine Lösung!

 

3 | Selbstwirksamkeit

Ich bin und lebe authentisch.

Ich gehe meinen eigenen Weg.

Ich kann mich selbst steuern und in herausfordernden Situationen kontrollieren.

Ich achte auf mich und meine Bedürfnisse.

4 | Verantwortung

Ich agiere und reagiere in kritischen Situationen.

Ich sorge für mich.

Ich halte meine Leistungsgrenzen ein, um keinen Raubbau mit mir zu betreiben oder mich zu überfordern.

Ich übernehme die Verantwortung für mein Leben und schiebe sie nicht von mir.

Ich bin Gestalter meines Lebens und verlasse die Opferrolle.

Niemand außer mir selbst kann mich glücklich machen.

5 | Netzwerkorientierung

Es gibt Menschen in meinem Leben, auf die ich mich verlassen kann.

Ich habe Menschen um mich, die mich lieben und annehmen, so wie ich bin, und bei denen ich so sein kann, wie ich bin.

Ich kann diese Menschen jederzeit um Unterstützung und um Hilfe bitten und sie vor allem auch annehmen.

6 | Lösungsorientierung

Ich bin (pro)aktiv.

Ich kann meine Wünsche und Werte für mich und mein Leben definieren.

Ich suche nach entsprechenden Lösungen bzw. gehe entsprechende Schritte, um diese Werte zu leben.

Ich schaue nach vorne.

Ich finde immer eine Lösung!

7 | Zukunftsorientierung

Ich setze mir realisierbare Ziele.

Ich realisiere meine definierten Ziele.

Ich plane mein Leben.

Ich bin offen für Neues.

Die Kauai-Studie der Emmy Werner

Emmy Werner war eine amerikanische Entwicklungspsychologin, die über 40 Jahre hinweg 698 hawaiianische Kinder gleichen Jahrgangs beobachtete und analysierte. Dabei interessierte sie sich vor allem dafür, wie Menschen, die in schwierigen Lebensumständen aufwuchsen – wie zum Beispiel Armut, Gewalt oder Drogenkonsum – trotzdem eine gute psychische wie physische Widerstandsfähigkeit entwickeln können.

Die Studie wurde 1977 veröffentlicht. Das Ergebnis zum einen war, dass sich Kinder aus schwierigen Verhältnissen im Vergleich zu Kindern, die keinem dieser Risikofaktoren ausgesetzt waren, im Durchschnitt schlechter entwickelten – sie waren physisch wie psychisch weniger gesund, beruflich weniger erfolgreich und häufiger kriminell.

Zum anderen jedoch zeigte die Studie, dass sich ca. ein Drittel der Kinder mit o.g. Risikofaktoren positiv entwickelten. Sie waren nicht nur erfolgreich in Schule und Beruf, sondern waren insgesamt resilient. Die Studie zeigte auf, dass diese Kinder mindestens eine enge Bezugsperson hatten, die sich liebevoll um sie und ihre Bedürfnisse kümmerte, die ihnen Grenzen setzte und Orientierung bot (Berndt 2013, 67).

Auf Grundlage dieser Forschungen entwickelte sich die Resilienzforschung und Ergebnisse, die Du auf diesen Seiten wiederfindest.

Nicht nur für den Einzelnen

Die Resilienz und ihre Schutzfaktoren sind nicht nur für uns als Privatperson gedacht. Auch in Gruppendynamiken kommen die Schutzfaktoren zum Tragen.

Vor allem Unternehmen sollten die Säulen der Resilienz verstärkt integrieren, begonnen beim Kopf des Unternehmens über die Führungskräfte bis hin zu den Mitarbeitern.

Meine Erfahrung aus 20 Jahren Management

Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, wie immens wichtig es ist, Resilienz auch intern zu schulen und vor allem Führungskräften diese Tools an die Hand zu geben. Nur wer selbst resilient ist, ist in der Lage, sein Team ebenfalls resilient zu stärken und zu bestmöglichen Ergebnissen zu nspirieren und zu begleiten.

Mehr Teamgeist durch Resilienz

Resiliente Teams können in kritischen Situationen Handlungsspielräume gemeinsam definieren. Führungskräften, die sich bekanntermaßen in Sandwich-Positionen befinden, ist es dadurch möglich, sich wieder auf ihre Führungsaufgaben konzentrieren. Denn resiliente Führungskräfte mit resilienten Teams setzen sich selbst und andere weniger unter Druck und können so ihre Mitarbeiter wesentlich leichter zu Bestleistungen motivieren, lenken und entwickeln.

Gesunde Teams sind zufriedene Teams sind leistungstarke Teams.

Letzten Endes profitiert jeder Betrieb von gelebter Resilienz. Das Unternehmen wird insgesamt wesentlich flexibler, was sich letztendlich nicht nur im Arbeitsklima und der Motivation der Mitarbeiter zeigt, sondern sich auch in der Bilanz bemerkbar macht.  😉

Bist Du also Führungskraft oder sogar Unternehmer, lohnt es sich, einmal hinzuschauen… wo bin ich resilient… wo habe ich noch Spielraum… wie ist mein Team aufgestellt?

Hier und vor allem in meinem Newsletter wirst Du nach und nach Tools kennen lernen, die Dich dabei unterstützen können.

 

 

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